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Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group (kurz: Wiener Städtische) zählt zu den größten österreichischen Versicherungskonzernen und ist stark in Zentral- und Osteuropa vertreten. Als Kompositversicherer ist sie im Sach-, Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft aktiv. In der Krankenversicherung beschränkt sich das Unternehmen nur auf Österreich. Zudem bietet der Konzern ausgewählte Finanzdienstleistungen, vor allem Vorsorgeprodukte an. Über die Tochtergesellschaft Ringturm KAG zeichnet das Unternehmen auch Fonds. Das Unternehmen ging aus der bereits 1824 gegründeten k.u.k. Brandschaden-Versicherung hervor und beschäftigt heute rund 21.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet eine Prämiensumme von 5,88 Milliarden Euro. Ihren Konzernsitz hat die Wiener Städtische im Ringturm, dem ersten Bürohochhaus Wiens (erbaut 1955). Seit 2001 steht Generaldirektor Günter Geyer an der Spitze des Instituts. Der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk war Vorsitzender des Aufsichtsrates des „Städtische-Vereins“ (Hauptaktionär).
Bearbeiten Geschichte1824 gründete Georg Ritter von Höglmüller mithilfe österreichischer Klöster und Bistümer die k.u.k. priv. wechselseitige Brandschaden Versicherung. 1923 fusionierte diese mit der Janus Capitalien- und Renten-Versicherungsanstalt, die in den 1839 auf Betreiben des Mathematikprofessors Josef Salomon gegründet worden war, zur Wechselseitigen Brandschaden und Janus allgemeine Versicherungsanstalt. 1898 war von der Gemeinde Wien die Kaiser Franz Josephs Jubiläums Rentenanstalt (zum 50jährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph) gegründet worden, 1918 wurde sie in Gemeinde Wien-Städtische Versicherungsanstalt umbenannt. Danach weitete sie ihre Aktivitäten auf den Sach- und Krankenversicherungsbereich aus; 1938 übernahm sie die Janus Brandschaden Versicherung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das darniederliegende Unternehmen unter der Führung von Generaldirektor Norbert Liebermann wieder aufgebaut. 1947 wurde der Name in Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt geändert. Liebermanns Nachfolger war Otto Binder (Schwiegervater des heutigen Bundespräsidenten Heinz Fischer), der das Unternehmen von 1959 bis 1981 leitete. 1971 übernahm die Wiener Städtische die Donau Versicherung und 1992 den Unternehmensversicherer Montan. Ende der achtziger Jahre begann der Konzern die Expansion in den Zentral- und Osteuropa. 1994, nachdem das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden war, wurden 11 Prozent des Grundkapitals in Form von Vorzugsaktien an die Wiener Börse gebracht. Im Jahr 2005 nahm die Wiener Städtische die bisher größten Akquisitionen in Zentral- und Osteuropa vor. Im selben Jahr wandelte die Städtische ihre Vorzugs- in Stammaktien (Vereinheitlichung der Aktienstruktur) und führte eine Kapitalerhöhung um ca. EUR 900 Mio. durch. 2006 wurde die Dachmarke Vienna Insurance Group eingeführt, dazu wurde der Firmenname in WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group geändert. Bearbeiten ManagementDer Vorstand der Wiener Städtischen besteht aus 6 Mitgliedern:
Da einige Vorstände in Zukunft aus Altersgründen ausscheiden werden, wurden im Herbst 2007 drei weitere Stellvertreter ernannt:
Zudem besteht seit 2007 eine Konzernleitung. Ihr gehören die Vorstände und ihre Stellvertreter sowie der Chef des Geschäfts in Polen, Franz Fuchs, an. Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von KR Dkfm. Klaus Stadler, Generaldirektor i.R. der Wien Holding geleitet. Bearbeiten Konzernstruktur und BeteiligungenDie Vienna Insurance Group verfügt über ein dichtes Netzwerk von Konzerngesellschaften in Mittel- und Osteuropa. Dort treten die Gesellschaften meist unter ihrer ursprünglichen Marke mit dem Zusatz Vienna Insurance Group auf. Insgesamt knapp 40% der Prämien erwirtschaftet sie im Ausland (2006: EUR 2.45 Mrd.), vorwiegend in den CEE-Staaten. Die Vienna Insurance Group kommt in ganz Zentral- und Osteuropa mit einem Marktanteil von knapp 13% auf Platz 2, hinter der Allianz Versicherung (15%). In der Schaden-/Unfallversicherung ist sie bereits Marktführer (17% Marktanteil). Im Frühjahr 2008 wurde die Übernahme der s Versicherung, die Versicherungssparte der Erste Bank AG, beschlossen. Wird diese durch die Wettbewerbsbehörden bestätigt, so würde dies die Vienna Insurance Group zum Marktführer in Zentral- und Osteuropa machen. Die Märkte der Vienna Insurance Group und ihre dort tätigen Versicherungen sind:
Weitere Beteiligungen hält die Wiener Städtische in der Versicherungsbranche. So etwa an der s Versicherung (Erste Bank/Sparkassen, 10%) und der Salzburger Wüstenrot Versicherung-AG (31.6%). Die Wiener Städtische ist zudem mit 60% an TBIH Financial Services N.V., einem niederländischen Finanzdienstleister (Versicherung, Pensionsfonds) mit Schwerpunkt in Südosteuropa. Dadurch verstärkt die Wiener Städtische ihre Präsenz in Kroatien, Bulgarien, Georgien, Albanien und Türkei. Im Jahr 2008 ist der Eintritt in die baltischen Märkte abgeschlossen worden. Außerhalb des Versicherungswesens gehören zur Wiener Städtischen der Wiener Verein Bestattungs- und Versicherungsservicegesellschaft, die Ringturm Kapitalanlagegesellschaft und die Arithmetica Versicherungs- und finanzmathematische Beratungs-GmbH. Beteiligungen hält die Wiener Städtische auch an einigen namhaften österreichischen Unternehmen, wie zum Beispiel der OMV (Energie), dem Österreichischen Verkehrsbüro (Touristik), Porr (Bau), AT & S (Leiterplatten), der Voestalpine (Stahl) oder an Wienerberger (Baustoffe). Bearbeiten BörsenotierungDer Konzern notiert im Prime Market der Wiener Börse und ist im Leitindex ATX erfasst, Hauptaktionär ist die Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt Vermögensverwaltung, die 71 % der Anteile hält, der Rest ist in Streubesitz. Unternehmen im Austrian Traded Index (ATX) (Stand: 24. September 2008)
Andritz AG | Austrian Airlines AG | bwin Interactive Entertainment AG | Erste Bank Group AG | Flughafen Wien AG | Intercell AG | Mayr-Melnhof Karton AG | Österreichische Post AG | OMV AG | Palfinger AG | Raiffeisen International Bank-Holding AG | RHI AG | Schöller Bleckmann AG | STRABAG SE | Telekom Austria AG | Verbundgesellschaft AG | voestalpine AG | Wienerberger AG | Vienna Insurance Group AG | Zumtobel AG Unternehmen im prime market (Wiener Börse) (Stand: 3. September 2007)
A-TEC Industries AG | Agrana Beteiligungs-AG | Andritz Aktiengesellschaft | Austrian Airlines AG | AVW Invest AG | Bene AG | Böhler-Uddeholm AG | Bain Force Holding AG | bwin Interactive Entertainment AG | BWT AG | CA Immo International AG | CA Immobilien Anlagen AG | Century Casinos Inc | Christ Water Technology AG | Constantia Packaging AG | Convert Immobilien Invest AG | Do & Co Restaurants & Catering AG | ECO Business Immobilien AG | Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG | Energie-Versorgung Niederösterreich AG | Eybl International AG | Flughafen Wien AG | Frauenthal Holding AG | HEAD N.V. Registered Shares EO -,01 | Hirsch Servo AG | HTI High Tech Industries AG | Immoeast AG | Immofinanz AG | Intercell AG | JoWooD Productions Software AG | Kapsch TrafficCom AG | KTM Power Sports AG | Mayr-Melnhof Karton AG | Meinl European Land LTD. | Österreichische Post AG | OMV AG | Palfinger AG | Pankl Racing Systems AG | Polytec | Raiffeisen International Bank-Holding AG | RHI AG | Rosenbauer International AG | S&T System Int.&Tech. Distr.AG | Schoeller-Bleckmann AG | Semperit Holding AG | SkyEurope Holding AG | Sparkassen Immobilien AG | SW Umwelttechnik AG | Telekom Austria AG | UNIQA Versicherungen AG | Unternehmens Invest AG | Verbundgesellschaft AG | voestalpine AG | Warimpex Finanz- und Bet. AG | Wienerberger AG | Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG | Wolford AG | Zumtobel AG Koordinaten: 48° 13′ 02″ N, 16° 22′ 13″ O |
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