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Dieser Artikel behandelt das Silo als Speicher; für weitere Bedeutungen siehe Silo (Begriffsklärung).
Silos in einem Kieswerk am Rhein bei Steinmauern
115 m hohes Getreidesilo der Schapfenmühle in Ulm
Ein Fahrsilo
Historischer Sägespänesilo in einem Klagenfurter Holzhandelsunternehmen

Ein Silo oder Hochsilo ist ein großer Speicher für Schüttgut. Silos werden zum Speichern von Zement, Kalksteinmehl, Kunststoffgranulat, Futtermittel und Ähnlichem verwendet. Lt. Duden kann ein Silo den männlichen oder sächlichen Artikel tragen: Der Silo, das Silo.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Funktion

Silos werden grundsätzlich von oben befüllt, und von unten wird entnommen. Sie arbeiten also nach dem First-in-first-out-Verfahren. Je nach Material genügt zur Entnahme ein Schieber oder, falls die Schwerkraft nicht ausreicht um das Material zum Fließen zu bringen, eine mechanische Fördereinrichtung wie eine Förderschnecke.

Bearbeiten Physik

Die Druckverhältnisse in einem Silo begünstigen eine relativ leichte Bauweise im Vergleich zu einem gleich hohen Tank für Flüssigkeiten. Während in einem Tank der horizontale Druck auf die Seitenwände linear mit der Höhe von oben nach unten zunimmt, erfolgt die Zunahme beim Silo wesentlich langsamer, nämlich nur proportional zum Logarithmus der Höhe. Die genaue Berechnung des Drucks ist mit der Janssen-Gleichung möglich (Lit.: Janssen, 1895).

Bearbeiten Bauformen

Typische Silos in der Landwirtschaft sind etwa 10 bis 20 Meter hohe zylindrische Bauwerke aus Beton, Stein, Stahl, Holz oder Kunststoff, in denen Getreide oder Silage aufbewahrt wird. Es existieren allerdings auch außergewöhnlich hohe Silos wie der Henninger-Turm in Frankfurt oder das Getreidesilo der Schapfenmühle bei Ulm, die über 100 Meter hoch sind. Diese Bauwerke werden Siloturm genannt.

Am Bau wird Fertigmörtel zum Verputzen in Silos angeliefert. Diese Silos sind meist direkt an die Mischanlage gekoppelt.

Als Sonderformen existiert neben dem Hochsilo noch das Fahrsilo. Dieser wird meistens von Lohnunternehmen oder Landwirten beschickt. Es besteht aus einer Bodenplatte und meistens Wänden. Dabei wird z.B. Gras oder Mais gehäckselt und von Schleppern mit einem Wagen in die Silos zusammengefahren und ein Schlepper (der Walzschlepper) verteilt dieses und verdichtet es gleichzeitig. Danach wird das Silo luftdicht verschlossen, so dass das Pflanzenmaterial nicht verschimmelt, sondern durch einen Gärungsprozess konserviert wird.

Bearbeiten Siehe auch

Bei einer Kokerei befindet sich der Kohlenvorrat in Kohlenbunkern. Hier spricht man nicht von einem Silo, obwohl auch hier ein Schüttgut in einem hohen turmartigen Gebäude gelagert wird.

Bearbeiten Literatur

  • H. A. Janssen: Getreidedruck in Silozellen. in: Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure. Düsseldorf 1895, ISSN 0341-7255.

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Silo – Bilder, Videos und Audiodateien
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