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Ur- und Frühgeschichte, auch Vor- und Frühgeschichte bzw. Prähistorische Archäologie genannt, ist eine archäologische Disziplin. Sie versteht sich als Geschichtswissenschaft, die sich der Kulturentwicklung des Menschen von seinen Anfängen in Afrika bis in das frühe und hohe Mittelalter vornehmlich in Europa widmet. Der älteste Abschnitt der Urgeschichte in Europa umfasst die Altsteinzeit (Paläolithikum) und Mittelsteinzeit (Mesolithikum). Die weitere Entwicklung wird unterteilt in Jungsteinzeit (Neolithikum), Bronzezeit und Vorrömische Eisenzeit (Hallstatt- und La-Tène-Zeit). Mit dem Einsetzen der ersten Schriftzeugnisse in Mitteleuropa in der Zeit um Christi Geburt, die ergänzend zu den archäologischen Quellen herangezogen werden, beginnt die Frühgeschichte, die in Römische Kaiserzeit, Völkerwanderungszeit und frühes Mittelalter (Merowinger- und Karolingerzeit) untergliedert wird. Hinzu kommen die äquivalenten Zeitabschnitte an anderen Stellen der Welt.

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Übersicht

Kategorie Archäologie
Ur- und Frühgeschichte · Vorgeschichte · Frühgeschichte · Archäologie · Eiszeit
Kategorie Archäologische Kultur
Steinzeit · Kupferzeit/Bronzezeit · Vorrömische Eisenzeit · Römische Kaiserzeit/Völkerwanderungszeit


Artikelübersicht


Entwicklung des Menschen
Rekonstruktion eines Austrolopithecus africanus

Hominisation
Homo
Hominini
Menschheitsgeschichte
Vorfahren des Menschen: Australopithecus · Homo erectus · Homo heidelbergensis· Neandertaler


Ur- und Frühgeschichte nach Regionen

Besiedlung Amerikas
Geschichte Afrikas
Geschichte Amerikas
Geschichte Europas
Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas
Urgeschichte Österreichs


Archäologische Fachtermini

Abfallgrube - Abri - Altersbestimmung (Archäologie) - Archäofauna - Archäologische Kultur - Artefakt - Ausgrabung - Befund (Archäologie) - Dendrochronologie - Depotfund - Dreiperiodensystem - Erdwerk - Felszeichnung - Felsritzung - Gräberfeld - Höhlenmalerei - Humangenomprojekt - Jäger und Sammler - Kultur (Archäologie) - Paläanthropologie - Pollenanalyse - Radiokarbonmethode - Typusexemplar ·


Bekannte Fundstellen und Funde

Carnac - Geißenklösterle - Great-Zimbabwe - Höhle von Lascaux - Kreisgrabenanlage von Goseck - Olduvai-Schlucht - Ötzi - Schiff von Uluburun - Stonehenge - Vogelherdhöhle ·

Artikel des Monats
Venusfigurine aus Malta („Venus von Malta“)

Die Vorgeschichte Sibiriens ist in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen von unterschiedlichen archäologisch fassbaren Kulturen geprägt. Seit der Kupfersteinzeit waren die Kulturen in West- und Südsibirien von der Viehzucht geprägt, während die östliche Taiga und Tundra durch ihre ungünstigere Natur bis ins frühe Mittelalter von Wildbeutern dominiert wurde. Erhebliche Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst kennzeichnen die Entstehung des Reiternomadismus in den mittelasiatischen Steppen im 1. Jahrtausend v. Chr.
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Archäologie-News
  • Zwei Gräber aus der Bronzezeit (um 1 500 v. Chr.) sind bei Bauarbeiten im Willmandinger Gewerbegebiet entdeckt worden. Das archäologische Denkmalamt des Regierungspräsidiums Tübingen hat umgehend eine sogenannte Rettungsgrabung veranlasst, um die gefundenen Skelette und Grabbeigaben zu bergen. [1]
  • Ein Forscherteam hat die bislang ältesten Homo-sapiens-Überreste in Äthiopien gefunden. Die Anthropologen schätzen das Alter der fossilen Knochen auf 154.000 bis 160.000 Jahre. Damals
  • Die Vorfahren der heutigen menschlichen Weltbevölkerung kamen aus Afrika. Davon ist jedenfalls die Mehrheit der Anthropologen heute überzeugt. Forscher glauben jetzt zu wissen, wann „Out-of-Africa“ stattfand. Netzzeitung
  • Neue Funde, die jetzt als Homo habilis bestimmt wurden, passen nicht so ganz zur derzeitigen Lehrmeinung über den Menschlichen Stammbaum. Demnach haben anscheinend H. habilis und Homo erectus zeitgleich gelebt und erectus ist nicht ein Nachfahre von habilis. Meldung auf Spiegel.de
  • Im nordenglischen Harrogate wurde ein sensationeller Depotfund aus der Wikingerzeit gemacht.
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Drei Neue Artikel


  • Die Schwertscheide von Gutenstein ist eine prunkvoll verzierte Schwertscheide einer Spatha, aus dem 7. Jahrhundert, die im Sigmaringer Stadtteil Gutenstein im einem Grab eines alamannischen Kriegers gefunden wurde. Die Besonderheit dieser Schwertscheide sind die für das 7. Jahrhundert seltenen Darstellungen von Tierkriegern beziehungsweise Menschen mit Tiermasken, die nur wenige Parallelen in Europa aufweisen.
  • Das Museum für anatolische Zivilisationen (türkisch Anadolu Medeniyetleri Müzesi) in Ankara, auch bekannt als Hethitermuseum, ist neben dem Museum in Istanbul das bedeutendste archäologische Museum der Türkei. Es liegt im Stadtteil Atpazarı in der Altstadt von Ankara unterhalb der Zitadelle. Es wurde vom Europäischen Museumsforum mit dem Titel Europäisches Museum des Jahres 1997 ausgezeichnet. Die hier ausgestellten hethitischen Keilschrifttexte aus Boğazkale gehören zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.
  • Die Karain-Höhle liegt etwa 30 km nördlich von Antalya in der gleichnamigen türkischen Provinz auf einer Höhe von 400 m über dem Meeresspiegel am Hang des Sam Dağı in der Nähe des Dorfes Yağcı Köyü. Der Eingang befindet sich etwa 100 m über der Travertin-Ebene, die im Pleistozän ein See war.

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