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Meereskunde bezeichnet die Meereswissenschaften in ihrer ganzen Breite. Im englischen Sprachraum entspricht dieser Bedeutung der Begriff Oceanography, während im Deutschen Ozeanographie traditionell nur die physikalische Meereskunde meint. Derjenige Teil der Meereskunde, der sich speziell den biologischen Phänomenen widmet, wird im Deutschen biologische Meereskunde oder auch Meeresbiologie genannt. Ausgehend vom Begriff Limnologie für die Binnengewässerkunde ist ferner im Deutschen vorübergehend im Sinne einer Analogbildung der Begriff "Ozeanologie" (griech. für Meereskunde) geprägt worden, der sich unter Meereskundlern aber nicht durchgesetzt hat. Bearbeiten Bereiche der MeereskundeDie Meereskunde kann in mehrere sich allerdings teilweise überschneidende Teilbereiche untergegliedert werden, die sich durch Inhalt, Methoden und Fragestellungen unterscheiden:
Als ausgesprochen interdisziplinäre Wissenschaft erfordert die Meereskunde eine enge Zusammenarbeit ihrer einzelnen Bereiche. Die Kooperation mit benachbarten Erdwissenschaften, insbesondere mit Geophysik und Geodäsie, kommt u.a. in der Gliederung der geowissenschaftlichen Union IUGG zum Ausdruck, wo die Ozeanografen die 6.Assoziation IAPSO (International Association for the Physical Sciences of the Oceans) bilden. Bearbeiten Geschichtliches zur wissenschaftlichen Erforschung der MeereErste Ansätze der Forschung der Meere lassen sich bis ins Altertum zurück verfolgen. Sie waren eng mit der Erforschung der Erde verbunden. Dazu gehörten die Küstenverläufe, die Lagebeziehungen der Küsten und Inseln zueinander und die Gestaltung der Meere. Die ersten Küstenbeschreibungen (Periplus) waren eine Zusammenfassung von Ptolemäus (ca. 150 v. Chr.). Für eine exakte fehlten die entsprechenden Messgeräte. Die Einführung des Astrolabiums und des Jakobstabes (um 1500) ermöglichten die astronomische Berechnungen der Breite eines Ortes auf See, so das man einmal entdeckte Inseln und bei Meeresüberquerungen die Küste in etwa wiederfinden konnte. Erst die Erfindung des Sextanten (1731) und des Schiffschronometers (1764) und die Einführung der Funkzeitzeichen lösten das Problem der Ortsbestimmung auf See, sodass die geografischen Koordinaten eines Orts jederzeit bestimmt werden konnten. Die Gezeitenerscheinungen sind eine Wirkung der gezeitenerzeugenden Kräfte von Mond und Sonne. Diese Kräfte wurden zum ersten mal von Isaac Newton (1687) aus der allgemeinen Massenanziehung von Erde – Mond und Erde – Sonne erklärt worden. Die als erste angesehene meereskundliche Expedition wurde von Edmond Halley 1698 durchgeführt, um die Veränderung der Ortemißweisung zu untersuchen. Die Entwicklung der Navigation war Voraussetzung für die Durchführung anderer Forschungen, z. B. für die Erforschung der Meeresströmungen auf offener See. 1513 wurde der Golfstrom entdeckt. Im Jahr 1603 wurden die Meeresströmungen beschrieben Die ersten Karten der Meeresströmungen wurden 1678 und 1786 gezeichnet mit dem Ziel die Reisezeit zwischen Europa und Amerika für Segelschiffe zu verkürzen. Mit sehr viel Aufmerksamkeit wird seit dem Altertum die Erforschung der Winde betrieben. Die erste Karte der Windverhältnisse des Atlantischen Ozeans zeichnete 1688 Edmond Halley. Im 18. Jahrhundert beginnen die Ansätze einer systematischen Erforschung der ozeanografischen Verhältnisse der Weltmeere. Es werden in verschiedenen Ländern hydrografische Dienste eingerichtet, die Seevermessung vornehmen und Seekarten, Seehandbücher und Gezeitentafeln herausgeben. Sie erlangen, für die sich rasch entwickelnde Schifffahrt, immer mehr an Bedeutung. Der amerikanische Marineoffizier Matthew Fontaine Maury beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts mit der systematischen Sammlung der Schiffsbeobachtungen. Durch Auswertung dieser Beobachtungen konnte er 1847 Wind- und Strömungskarten herausgeben, die zu einer wesentlichen Verkürzung der Reisezeiten der Segelschiffe beitrug. Seine Bemühungen um die Vervollkommnung der Beobachtungen und ihrer Vereinheitlichung führte 1853 zur ersten Internationalen Hydrographischen Konferenz in Brüssel. Damit wurde der Grundstock gelegt für einen internationalen Beobachtungsdienst, an dem sich heute ca. 6000 Fischerei- und Handelsschiffe beteiligen. Den Beginn der modernen Meereskunde ist das Jahr 1872, als die HMS Challenger (Challenger-Expedition) eine mehrjährige meereskundliche Weltreise antrat. Die Zielsetzung dieser und ihr folgender Expeditionen verschiedener Länder war die erste Bestandsaufnahme der topografischen, physikalischen, chemischen und biologischen Verhältnisse in den Weltmeeren, über dessen tiefere Schichten damals so gut nichts bekannt war. Es wurden nicht nur erste grundlegende Erkenntnisse gesammelt, auch die erforderlichen Standardmethoden wurden entwickelt. Es wurden auch die Grundlagen für die Entwicklung der theoretischen Ozeanologie gelegt, es entstanden die ersten realistischen dynamischen Modelle. Diese erforderten mit der Zeit ein Abgehen von den groben Stichprobenmessungen der ersten Bestandsaufnahme. Carl Chun war ein deutscher Zoologe und Tiefseeforscher. Sein Lebenswerk ist die Organisation und Durchführung der ersten deutschen Tiefsee-Expedition mit dem Dampfer „Valdivia“ in den Jahren 1898/1899. Chun war Spezialist für Rippenquallen und Tintenfische. Siehe auch: Geschichte der Astronomie, Kartografie, Geschichte der Schifffahrt Bearbeiten Typen meereskundlicher ForschungsreisenDie meereskundlichen Expeditionen auf See lassen sich in folgende Bereiche unterteilen: Generelle meereskundliche Aufnahmen Sie geben einen ersten allgemeinen Überblick der meereskundlichen Verhältnisse des Gebietes was im Moment der Aufnahme geschieht. Saisonmäßige meereskundliche Aufnahme Diese wurden von dem Internationalen Rat für Meeresforschungen im Jahre 1902 festgelegt. Auf die Monate: – charakteristisch für die einzelnen Jahreszeiten des Meeres festgelegt. Die Aufnahmen sollten in der ersten Hälfte des Monats erfolgen. Außerdem wurde ein System gewisser Linien (Schiffskurse) für einzelne Gebiete verschiedener Meere festgelegt, auf denen die Aufnahmen in bestimmtem Stationen in See ausgeführt werden sollten (hydrologische Schnitte). Synchrone meereskundliche Aufnahmen Die saisonmäßige Aufnahmen werden von mehreren Forschungsschiffen gleichzeitig (synchron) durchgeführt um in kürzester Zeit ein synoptisches Bild von der Verteilung der ozeangrafischen Elemente zu erhalten. Meereskundliche Aufnahme nach Wettertypen Diese Aufnahmen geschehen wenn eine typische Wetterlage herrscht, die einen Einfluss auf die ozeanischen Prozesse in See hat. Programme der Arbeiten meereskundlicher Expeditionen Das Programm der Beobachtung ist auf die gestellte Aufgabe ausgerichtet hydrografische Beobachtungen Bodenrelief (Tiefenlotung) Anwendung eines Echolot während der ganzen Fahrt um dadurch ein Profil des Meeresbodens zu erhalten. Hydrologische Beobachtungen Bodenproben: gestörte und ungestörte zur Feststellung der physikalischen und chemischen Eigenschaft des Bodens (auch akustisch). Wasser: Durchsichtigkeit und Farbe – hydrofotometrische Messungen, Unterwasserstrahlung, Extinktion. Seegang: Charakter des Seeganges und Messungen der Wellenelemente. Registrierung der Höhe, Periode unter Registrierung der Schlingerbewegung des Schiffes. Strömungen: Richtung und Geschwindigkeit in verschiedenen Tiefen Wassertemperatur: Oberfläche und verschiedene Tiefen Wasserproben für Bestimmung: Salzgehalt, pH-Wert, Gase, Stickstoff, der freien Kohlensäure und des Schwefelwasserstoffes Im Winter: Eisverhältnisse nach Art, Menge, Dichte, Formen, Passierbarkeit und Stärke des Eises Feststellung, physikalischer Eigenschaften des Eises Feststellung der Wasserstandsschwankungen auf offener See durch Hochseepegel Feststellung der natürlichen Radioaktivität des Meerwassers Feststellung von Sandwanderungen in Küstenbereich Siehe auch: Forschungsschiff Bearbeiten Verteilung von Land und Meer
Großlandschaften der Erde: Becken an Land: hellblau. Becken im Meer: nicht hervorgehoben
Die Erdoberfläche hat eine Ausdehnung von 510 Mill. km². Sie verteilt sich auf das Meer mit 361 Mill. km² und auf das Land mit 149 Mill. km². Anders ist es mit dem Massen. Hier stellt das Wasser der Meere einen geringen Anteil an der Masse der Erde, das Verhältnis der Erde zu dem Weltmeeren beträgt 4166:1 das entspricht einer Masse der Weltmeere von 0,24% der Erdmasse. Der Eindruck das die vom Wasser bedeckten Flächen auf der Erde vorherrschen, wird dadurch verstärkt, dass Land und Wasser ungleichmäßig verteilt sind. Da die Weltmeere alle untereinander verbunden sind, kann von einem Küstenpunkt der Erde jeder andere Punkt erreicht werden. Dabei müssen oft größere Umwege gefahren werden. Besonders große Umwege waren erforderlich um Afrika und Südamerika zu umfahren. Hier boten die Landengen von Suez und Panama besondere Möglichkeiten die Umwege durch Kanäle zu verkürzen.
Siehe auch: Becken, Plattentektonik, Bodenform, Schelf, Tiefseerinne, Seebecken Bearbeiten Entstehung der Ozeanischen SedimenteDer Meeresboden besteht in allgemeinen nicht aus Felsgestein, sondern aus abgelagertem Material. Die Grundproben erlauben eine gewisse Orientierung des Schiffsortes, für die Fischerei ist die Beschaffenheit des Bodens von Wichtigkeit (Einsatz: Grundschleppnetz). Die Sedimentablagerungen tragen zum Verständnis der Reliefverhältnisse bei. Die marinen Sedimente werden nach ihrer Entstehung, Zusammensetzung und Verteilung betrachtet. Die Ozeane und Nebenmeere sind das Sammelbecken eines Großteils des auf dem Festland zerstörten (Verwitterung) Gesteins, der im Weltmeer selbst anfallende und Ablagerungsprodukt. Sie setzen sich aus örtlich wechselnden Anteilen zusammen, die auf sechs verschiedene Ursprünge zurückgeführt werden (terrigen, biogen, polygen, chemogen, vulkanogen und kosmogen (genetische Sedimentgruppen)). Die terrigenen Sedimente haben ihren Ursprung auf den Festland. Sie stammen aus der mechanischen Verwitterung (Gesteinszerfall) und der chemischen Verwitterung, die auf der lösenden Kraft des Wassers beruht. Als Ergebnis verschiedener Abtragungsvorgänge (ca. 85%) gelangt das Material als Zufuhr der Flüsse in die Weltmeere. Weiteres kommt von den Küsten und Untiefen, die der abtragenden Tätigkeit der Brandung ausgesetzt sind. Den Meeren wird zudem durch Gletscher und Eisberge Moränenmaterial zugeführt. Die Eisberge transportieren mitunter große Steine aus dem polaren Gebiet weit in den Ozean. Durch den Wind kommt Feinstaub, z. B. aus der Sahara, hinzu. Dieser Materialtransport steht in enger Beziehung mit der Meeresströmung, unter ihrem Einfluss wird das Material nach Korngröße sortiert. Große Gesteinsstücke bleiben bereits im Mündungsgebiet, Küstennähe liegen. Die feineren Teile werden weit in den Ozean hinausgetragen, bevor sie sedimentieren. Sie bilden den Hauptbestandteil des Roten Tiefseetones. Die biogenen Sedimente lassen sich in drei organische Materialien aufteilen, von Festland stammendes, benthogene und planktogene. Die benthogenen setzen sich aus dem Rückstand der am Meeresboden lebenden Fauna (Ichthyofauna) und Flora zusammen. Sie sammeln sich in der Küstennähe als Flachwasserablagerungen. In der Tiefsee ist der organische Anteil vorwiegend der aus tierischen und pflanzlichen Plankton, der sich auch an der Wasseroberfläche finden lässt. Der größte Anteil des abgestorbenen Planktons wird beim Absinken auf den Meeresboden vom Meerwasser gelöst. Nur einige schwer lösliche Kalk- und Kieselsäurehaltigen Restbestände gelangen dort hin, hauptsächlich verschiedene Arten von Globigerinen (gehören zu den Foraminifera (zu den Urtier zählenden Wurzelfüßler)) und die Gehäuse der Pteropoden oder Flügelschnecke. Eine andere wichtige Quelle ist der Nanoplankton, besonders die der Coccolithophoriden. Häufig sind die sedimentbildenden Diatomeen und die Radiolarien. Die biogenen Sedimente erhalten ihren Namen nach den Tieren oder Pflanzen, die am häufigsten vertreten sind. Der einzige Vertreter des polygenen Sediments ist der Rote Tiefseeton. Dieser besteht aus annähernd 90% aus anorganischen Stoffen und stammt vom Festland und den Überresten der Radiolarien. Die chemogenen Sedimente sind mineralische Neubildungen die sich durch Auslösung aus dem Meerwasser und anderen Vorgängen direkt am Meeresgrund entwickeln. Häufig kommt in ihnen das Glaukonit vor, fernen Eisen und Manganoxid, meist in Form von Knollen, Körnchen und Scheiben ferner beachtliche Anteile von Cobalt, Zink, und Titan. Die vulkanogene Sedimente sie konzentrieren sich auf die Umgebung der Vulkane. Auf dem Meeresgrund findet man Vulkanschlick, Lava vermischt mit terrigenen Sedimenten. Die kosmogene Sedimente sie stammen meist aus interplanetarer Materie und setzen sich aus eisen- und silikathaltigen kleinen Teilchen zusammen. Jährliche Sedimentzufuhr in die Ozeane und Nebenmeere
Für die Bestimmung sehr kleiner Muscheln und Skelette dient die mikropaläontologische Analyse, mit deren Hilfe einzelne Formen ausgezählt werden. Als Ergebnis dieser Arbeit erhält man eine Charakteristik der Mikrofauna des Meeresbodens. Für die Tiefseesedimente ist die Mikropaläontologie eine wichtige Spezialsparte der Ozeanographie geworden in Zusammenhang mit Erdölvorkommen. Siehe auch: Sedimente, Sedimentgestein, Fluviatiles Sediment Bearbeiten Grenzen der Ozeane und NebenmeereEine eindeutige Abgrenzung nach morphologischen Gesichtspunkten ist nicht möglich und wird bei nautischen Einteilungen auch nicht angestrebt, da man bei Meerengen nicht die kürzeste Verbindung als Grenze wählt, sondern die gesamte Meerenge einem der Ozeane zuordnet. Daraus ergibt sich für die Gliederung der Ozeane und Nebenmeere in folgende Gliederung:
Siehe auch: Hydromorphologie Bearbeiten Meeresküsten
Küste Korsika zwischen Galeria - Golf von Porto
Als Küste wird im allgemeinen der Bereich bezeichnet, wo Meer und Land aufeinandertreffen. Physischer Charakter nach ist die Küste der Bereich wo sich das Festland (Lithosphäre) mit dem Meer (Hydrosphäre) mit der Atmosphäre begegnen. Die Küste als Berührungsgebiet dieser drei Medien bedingt, das an ihr ein Gestaltungsprozess (Dynamik) und Entwicklungsprozess (Genese) vorkommt, die diesen Medien im Bereich der Geosphäre eigen sind, und sich aus der Wechselwirkung an der Küste besondere Erscheinungsformen ergeben. Von besonderer Bedeutung für die Gestaltung der Küste sind hierbei der geologische Charakter der Erdkruste und der Dynamik des Meeres im Berührungsbereich gegen das Festland (Einfluss von Wetter und Klima). Die ozeanographischen Linien sind:
An der Gestaltung der Küste und ihre Formen sind folgende Faktoren mit zuständig:
Siehe auch: Plattentektonik, Kreislauf der Gesteine, Liste der Gesteine, Liste der Gesteine nach Genese, Geschichte des Wetters und der Wetterbeobachtung, Klima Bearbeiten Inseln des Meeres
Satellitenbild einiger Vulkaninseln der Hawaii-Inseln - von Westen nach Osten: Oʻahu, Molokaʻi, Lānaʻi, Maui und Kahoʻolawe
Satellitenbild von der Boddeninsel Rügen
Als Inseln werden vom Meer umspülte Teile der Landoberfläche bezeichnet. Dabei werden alle Teile als Insel bezeichnet, die, in ihrer kleinsten Form, bei normalen Hochwasser nicht mehr überspült werden. Je nach ihrer Lage und Zugehörigkeit werden sie zu einem Kontinent oder einem Meeresbecken zugerechnet, wenn sie außerhalb des Schelfbereiches eines Kontinentes sind in der Gruppe der ozeanischen Inseln zusammengefasst, gleichgültig welcher Entstehungsart sie sind. Nach ihren Nachbarschaftsverhältnis unterscheidet man Einzelinsel und Inselgruppen (Archipele). Große Inseln wie Grönland, England und Madagaskar weisen eine typisch kontinentale geographische Struktur auf, meist kleine Inseln unter 100 km² Landoberfläche stehen in ihrer Größe unter Meereseinfluss. Diesen Inseln gilt in der Ozeanographie meist das besondere Interesse. System der Inselgestaltstypen:
Siehe auch: Insel, Atoll, Vulkanismus Bearbeiten Klassifikation des Meereises
Eisberg, 90 % sind unter Wasser, wie in dieser Fotomontage
Seit Jahrhunderten sind Meereskundler und Nautiker bestrebt, die Vielzahl der Arten des Meereises in eine gültige Terminologie und Klassifikation aufzubauen, die auch die regionalen Eigenarten des Eisverhaltens einzelner Meere und Ozeane berücksichtigt. Was in seiner Form noch nicht restlos gelöst ist. Es gibt mehrere Klassifikationen:
Bearbeiten Arten von Meereis
Siehe auch: Packeis, Schelfeis, Eisscholle, Eisgang, Pfannkucheneis, Ice-Rise Weblinks: National Snow and Ice Data Center (englisch) Bearbeiten Kräfte die auf die Wassermassen der Ozeane einwirkenDie Kräfte die auf die ruhenden Wassermassen und ihre Gleichgewichtsbedingungen einwirken sind:
Zu den Bewegung erzeugenden und erhaltenden primären Kräfte gehören:
Zu den vorhandenen Bewegungen beeinflussen noch sekundäre Kräfte
Siehe auch: Wassermolekül, Herkunft des irdischen Wassers, Geschichte der Wassernutzung, Gezeiten, barometrische Höhenformel Weblinks: Strömungsmodell Bearbeiten Meeresströmung und ihre EntstehungUnter Einwirkung von verschiedenen Faktoren, insbesondere durch die Erwärmung der Wassermassen durch die Sonne, verändern sich die physikalischen-chemischen Eigenschaften des Wassers meist nur in Bereich der Oberflächenschicht bis zu einer Tiefe von 600 – 1000 m, der sogenannten Troposphäre des Ozeans. Ferner wirkt der Wind auf die Meeresoberfläche, die Abkühlung und der Einfluss des Reliefs des Meeresbodens auf die Entstehung von Meeresströmungen. Als Ergebnis dieses Prozesses und der Vermischung entstehen die verschiedenen Meeresströmungen, sie verpflanzen die Wassermassen vom Entstehungsgebiet in andere Gebiete des Ozeans, sie bewirken ihr Absinken in die Tiefe oder ihr Aufsteigen aus der Tiefe an die Wasseroberfläche. Die verschiedenen Arten von Strömungen
Als Faustregel gilt dies für alle Meeresströmungen, sie unterscheiden sich in ihrer zeitlichen Dauer und die sich in ihnen erzeugende Kraft. Aus diesen beiden Bedingungen kann man in den meisten Fällen feststellen, ob die gegeben Strömung warm oder kalt, eine Tiefen oder Oberflächenströmung eine ständige oder periodische ist. Ständig vorhandene Strömungen bezeichnet man jene die ununterbrochen zu allen Jahreszeiten im Strömungssystem der Ozeane vorhanden sind z. B. im Atlantischen Ozean der Golfstrom, im Pazifischen Ozean der Kuro-shio. Periodisch vorkommende Strömungen werden solche Strömungen bezeichnet die zeitlich lang oder kurz, aber in einer ständigen Wiederkehr auftreten z. B. im Indischen Ozean die langperiodischen Monsunströmungen. Zeitweilig auftretende Strömungen entstehen durch das Einwirken von kurzen, örtlich sehr starken Wind. Gravitationsströmungen entstehen aus der Neigung der Isobarenflächen. Der Horizontalgradient des Druckes in der Dichtausgleichsströmung entsteht durch die ungleichmäßigen und zeitlich unterschiedlichen Veränderungen der Temperatur und des Salzgehalts in den einzelnen Schichten im Wasser dadurch entsteht eine verschiedene Dichteverteilung. Barogradientströmungen werden durch Veränderungen in der Verteilung des Luftdruckes hervorgerufen die unter Hochdruckgebieten ein Sinken des Wasserspiegels und unter Tiefdruckgebieten ein Erhöhung des Wasserspiegels bewirken. Abflussströmungen entstehen durch eine Schräglage des Niveaus z. B. große Abflussmengen aus Flüssen oder Flussmündungen die in ein Seegebiet fließen, ferner große örtliche Regenniederschläge. Kompensationsströmungen entstehen etwas abseits von den anderen und beruhen auf die Tatsache das Wasser eine zusammenhängende, unelastische Flüssigkeit ist, die Mangel an einer Stelle durch Zufluss von anderer Seite auszugleichen strebt. Verursacht Wind eine Abströmung des Wasser aus einem Gebiet setzt sofort eine Zustrom aus einem anderen Seegebiet in das betroffene Seegebiet ein zur Kompensation. Die Wind- und Triftströmungen entstehen aus der Windreibung an der Wasseroberfläche und des Winddruckes auf den Wellenrücken. Dadurch setzen sich die Oberflächenwasserschichten in Bewegung. Siehe auch: Monsundrift, Corioliskraft, Zentrifugalkraft, Erdrotation, Reibungskraft, Thermohaline Zirkulation, Thermodynamik, Flaschenpost Bearbeiten Bearbeitung der ozeanographischen MessergebnisseDie Bearbeitung der Messergebnisse kann vielseitig erfolgen. Es entstehen meersgeologische Beschreibungen des Meeresboden mit Signaturen der Bodenbeschaffenheit. Wenn die aus dem betreffenden Meeresgebiet entnommenen Bodenproben in Labor untersucht sind, werden sie als Ergebnis in eine Karte mit den Koordinaten der Entnahme eingetragen. Hier beginnt die für den Meeresgeologen die komplizierte Arbeit der richtigen Deutung der Analysen nach deren Hauptarten und Gemisch (Steine, Kies, Sand, Schlick, Schlamm, Ton usw.). Diese Karten haben eine große Bedeutung für die Schifffahrt. Sie Kennzeichnen gute und schlechte Ankergründe und geben Hilfestellungen für die Fahrt durch das Eis. Sie Kennzeichnen für die Fischerei gute und schlechte Fanggebiete, im Küstenbereich werden für Seebauten gute oder schlechte Baugründe angezeigt. Auch militärisch sind diese Karten von Bedeutung: z. B. für ein U-Boot das sich Verstecken oder Tarnen möchte. Meeresgeologische Schnitte werden dann gefertigt wenn zu den Bodenproben auch Bohrungen vorhanden sind. Sie geben die Möglichkeit, im Schnitt die Schichtung einzelner Meeresbodenarten und deren Mächtigkeit darzustellen. Die meeresgeologischen Karten zeigen meist krasse Übergänge von einer Bodenart zur anderen. Die einzelnen Bodenarten gehen in den Grenzgebieten meistens erst allmählich von der einen zur anderen Bodenart über. Siehe auch: Schichtung Bearbeiten Fauna und Flora und Ihre Bedeutung für die Allgemeine MeereskundeDie Allgemeine Meereskunde geht nicht so weit in der Betrachtung der Lebewesen, Pflanzenwelt und Bakterien des Ozeans wie der Meeresbiologe oder Mikrobiologe. Für den Ozeanologen sind die Lebewesen des Ozeans vorwiegend indirekte Indikatoren der chemischen, physikalischen, meeresbiologischen und dynamischen Prozesse im Ozean. Die Lebewesen werden in der Hydrobiologie in drei Gruppen unterteilt, in Plankton, Nekton und Benthos. Zum Plankton gehören alle jene Lebewesen die keine großen Bewegungsorgane besitzen und mehr oder wenigen in allen Wasserschichten vorkommen und dort treiben. Auch einzellige Wasserpflanzen (Phytoplankton), sowie kleine mehrzellige Lebewesen (Infusorien) , ferner das was in die Rubrik des Zooplanktons fällt. Das Nekton bilden größere schwimmende Lebewesen, wie Fische aller Art, die befähig sind, sich selbstständig in größeren Bereichen zu bewegen. Benthos ist der Sammelname für alle Lebewesen und Pflanzen, die über, am oder im Meeresboden leben und wachsen. Durch Vorfinden von Vertretern der einen oder anderen Gruppe von Lebewesen in einzelnen Gebieten oder Wasserschichten kann man auf regionale Eigenarten dieser Wasserschichten schließen. z. B. auf Temperatur, Salz- und Sauerstoffgehalt weil sie ihren Aufenthalt nach dieser Besonderheit richten. Ändern sich die für ihren Aufenthalt notwendigen natürlichen Verhältnisse, so wandern sie ab, wenn sie sich bewegen können, und gehen in Gebiete wo ihre gewohnten Verhältnisse herrschen. Aus diesen Prozessen kann man, die entsprechenden Lebensbedingungen einzelner Tier, Pflanzen, und Bakterien kennend, ihr Vorhandensein als Indikator des Gewässers, ohne direkte Messungen feststellen. Siehe auch: Systematik des Pflanzenreichs, Koralle, Systematik der Knorpelfische, Systematik der Knochenfische, Phylogenese, Destruent, Meiofauna Bearbeiten Berufsausbildung OzeanographOzeanographen arbeiten zumeist in der Forschung oder auch meerestechnischen Firmen. Die Ausbildung unterscheidet sich je nach Fachrichtung. Zumeist jedoch gilt für die oben genannten Fachbereiche, dass das eigentliche Studium zum Ozeanografen in Deutschland nur in Kiel und Hamburg möglich ist, als Nebenfach jedoch auch in Bremen, Rostock und Oldenburg. Für den physikalischen Ozeanographen unterscheidet sich das Studium bis zum Vordiplom nicht von dem eines reinen Physikstudiums. Erst anschließend werden Schwerpunkte in ozeanographischen Bereichen belegt. Für den chemischen Ozeanographen gilt, dass normalerweise ein Vordiplom oder auch Diplom in Chemie erworben wird und erst im Rahmen einer Promotion findet die Spezialisierung zum chemischen Ozeanografen statt. Auch sind Quereinstieg über die Geologie oder Biologie möglich mit einer anschließenden Promotion in Meereschemie. Ferner ist der Einstieg über ein Staatsexamen an der Fachhochschule, als chemisch-technischer Assistent denkbar, denn anschließend ist ein Studium in der Chemie möglich. In ähnlicher Weise erfolgt der Einstieg in die anderen Fachbereiche. Bearbeiten BibliothekenArbeitsgemeinschaft Meereskundlicher Bibliotheken Bearbeiten Siehe auch
Bearbeiten Weblinks
Die Weltmeere
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