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Neumannsche Linien sind Parallelscharen von sehr feinen, sich teilweise kreuzenden Linien, die entstehen, wenn man eine bestimmte Art von Meteorit, nämlich Hexaedrite, anschleift, poliert und mit methanolhaltiger Salpetersäure anätzt. Man geht davon aus, dass die Ursache für diese Struktur ein mechanischer Prozess ist, etwa die Kollision zweier Asteroide. Neumannsche Linien treten auch z. B. in der Gitterstruktur von durch Detonation umgeformten Metallen auf. Hier dienen sie u. a. dem Nachweis einer sprengtechnischen Einwirkung auf Bauteile. Sie entstehen durch Kompression des mikrostrukturellen Metallgitters. Stellt man sich eine Reihe von gleich großen Murmeln oder Kugeln anstelle der Metallatome vor, so liegen die benachbarten "Murmeln" so nebeneinander, dass jede Murmel nur jeweils eine Murmel der Nachbarreihe berührt. Durch die Einwirkung großer Kräfte wird die Murmelreihe nun so verschoben, dass jede Murmel jeweils zwei Murmeln der Nachbarreihe berührt. Sie wurde in die Zwischenräume gedrückt. Neumannsche Linien sind benannt nach Franz Ernst Neumann, der sie 1848 entdeckte. Bearbeiten Siehe auch |
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