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Lykanthropie (von griechisch λύκος, altgr. Aussprache lýkos, „Wolf“ und ἄνθρωπος, altgr. Aussprache ánthrōpos, „Mensch“) bezeichnet die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Wolfsmenschen). Gestaltwandlungen zwischen Mensch und Tier im allgemeinen werden unter dem Begriff Therianthropie (z.B. in Raubtiere wie Bären, Löwen oder Leoparden) zusammengefasst. Der Begriff wird gelegentlich auch im Zusammenhang mit Vampirismus verwendet. Als Lykanthropie wird auch die Vorstellung eines Menschen bezeichnet, ein Wolf (oder entsprechend ein anderes Tier) zu sein. Diese galt bis ins 19. Jahrhundert hinein als Geisteskrankheit, die als eine Form der Melancholie begriffen wurde.
Bearbeiten GeschichteIm alten Griechenland gab es die Sage von König Lykaon von Arkadien, der wegen Opferung seines Kindes von Zeus in einen Wolf verwandelt wurde. In der frühen Neuzeit wurde innerhalb Europas oftmals Hexerei für die Lykanthropie verantwortlich gemacht. Die Legende besagt, dass der Werwolf, wenn er als Mensch wandelte, seine Wolfshaut innen tragen konnte. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Lykanthropie monographisch bearbeitet. Sie wurde als Teufelsbesessenheit angesehen. Somit war der Werwolf nach dem Malleus maleficarum kein echtes Tier und kein verwandelter Mensch, sondern ein durch den Teufel erschaffenes Trugbild. Thomas von Aquin sah in den Werwölfen dämonenerzeugte Scheinwesen, welche sich mit der Teufelsbesessenheit vereinbaren lassen. Eine tatsächliche Verwandlung hielt er für unvereinbar mit den göttlichen Naturgesetzen. Die Vorstellung der Lykanthropie findet in den sogenannten Formwandlern auch in der Science-Fiction- und Fantasy-Literatur ihre moderne Fortsetzung. Bearbeiten ErklärungsversucheFür die Vorstellung der Lykanthropie sind unterschiedliche Ursachen angenommen worden:
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Siehe auchBearbeiten Weblinks |
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