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Lone Star Funds ist ein Private Equity-Unternehmen mit Sitz in Dallas, deren Mittel hauptsächlich für Investitionen in sanierungsbedürftige Unternehmen und Forderungen eingesetzt werden. Die Investitionsfelder sind vorwiegend immobiliengesicherte Kreditportfolien und Einzelengagements (notleidende und leistungsgestörte Immobilienkredite), Corporate Distressed Debt (notleidende Unternehmenskredite und Firmenbeteiligungen) sowie Banken und Finanzdienstleister (Corealcredit Bank, ehemals AHBR). Zu den Investoren von Lone Star zählen Pensionskassen der US-Bundesstaaten, andere öffentliche Organisationen und Industrieunternehmen sowie Universitäten, Stiftungen, Banken, Familientreuhandvermögen, internationale Organisationen und Versicherungen. Der Vorsitzende (Chairman) der Lone Star Aktivitäten in Deutschland ist Dr. Karsten von Köller, Dr. Marcel Köchling ist Vice President.
Bearbeiten TransaktionenBeispiele von Unternehmenstransaktionen von Lone Star sind:
In Deutschland wurde Lone Star als Firmenkäufer vor allem mit dem Erwerb der Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR)(heute: Corealcredit Bank) von der Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften (BGAG) bekannt. Das Unternehmen hat anschließend, im April 2008, 1300 Immobilien der Deutschen Post erworben.[1] Im August 2008 übernahm Lone Star zudem die Mittelstandsbank IKB, nachdem diese im September 2007 im Zuge der Subprimekrise rekapitalisiert werden musste.[2] Bearbeiten Notleidende KrediteEin weiterer Unternehmensschwerpunkt ist der Erwerb von Portfolien sogenannter notleidender Kredite (Non-performing Loans). Bei diesem Kredithandel übertragen Banken notleidende Kredite vor allem, um ihre Bilanzen zu entlasten[3]. Bei diesem Kreditverkauf übernimmt Lone Star alle Rechte und Pflichten des Darlehensvertrages. Die Kreditengagements werden also nach dem Kauf genauso fortgeführt wie zuvor von der Bank, die den Kredit verkauft hat[4]. Bearbeiten Zur Übertragung von KreditenOb Banken Darlehensforderungen an Dritte abtreten dürfen, wird von Kritikern, darunter dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum[5], bezweifelt. Zudem sind Klagen bei deutschen Gerichten anhängig, die bisher aber zu keinem Erfolg führten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom am 27. Februar 2007 bestätigt, dass das Bankgeheimnis und der Datenschutz einer wirksamen Übertragung von Darlehensforderungen nicht entgegenstehen, diese jedoch einen Schadensersatzanspruch auslösen kann. [6] Am 27. Juni 2008 verabschiedete der Bundestag das Risikobegrenzungsgesetz, das dem Kreditnehmer einen besseren Schutz gewährt. Bearbeiten KritikLone Star geriet in den deutschen Medien in die Kritik. Dabei wird dem Unternehmen unter anderem vorgeworfen, nicht zahlungsgestörte beziehungsweise notleidende, also durchweg vertragsgerecht bediente Kredite nach Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit überraschend nur zu überteuerten Konditionen oder gar nicht zu verlängern. Gelänge es den Betroffenen nicht, innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Frist bei einer anderen Bank eine Anschlussfinanzierung zu erhalten, beantrage Lone Star teilweise in sehr kurzer Zeit Vollstreckungsmaßnahmen wie eine Zwangsversteigerung der betroffenen Immobilie.[5] Die Medienberichterstattung stieß wiederum auf Kritik der betroffenen Lobby[7] [8] Bearbeiten Weblinks
Bearbeiten Einzelnachweise
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