Julius Caesar (1953).html

 
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Filmdaten
Deutscher Titel: Julius Caesar
Originaltitel: Julius Caesar
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1953
Länge: 120 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Joseph L. Mankiewicz
Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz, nach William Shakespeare
Produktion: John Houseman
Musik: Miklós Rózsa
Kamera: Joseph Ruttenberg
Schnitt: John D. Dunning
Besetzung

Julius Caesar ist der Titel eines amerikanischen Spielfilms aus dem Jahr 1953. Als literarische Vorlage diente das Schauspiel Julius Cäsar von William Shakespeare. Premierendatum war für die Bundesrepublik Deutschland der 13. November 1953, für Österreich Februar 1954.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Handlung

Julius Caesar ist auf der Höhe seiner Macht. Der römische Senat hat seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit bereits zugestimmt, aber es gibt auch viele, die dagegen sind: Cassius etwa, Casca und andere. Sie wollen den Tod des zukünftigen Diktators, um die Demokratie zu retten. Sie versuchen, Caesars Adoptivsohn Brutus auch auf ihre Seite zu ziehen.

In der Nacht vor den Iden des März (= 15.) stürmt und gewittert es. Brutus kann nicht schlafen, zu sehr beschäftigt ihn die Frage, wie er sich verhalten soll. Seine Frau Porcia bekommt seine Unruhe mit und will den Grund erfahren.

Caesars Frau Calpurnia träumt schlecht, sie bittet ihn, nicht aus dem Haus zu gehen. Auch ein Hellseher warnt ihn vor diesem Tag. Caesar ist schon geneigt, zu Hause zu bleiben, als er von Cassius, Brutus und anderen zu einer Senatssitzung abgeholt wird. Auch Marcus Antonius, ein Anhänger Caesars, ist unter den Begleitern. Vor dem Capitol wird er dann von einem Verschwörer auf die Seite gezogen.

Caesar wiederum wird von einigen Senatoren mit Bittgesuchen aufgehalten. Er lehnt sie aber ab. Casca zieht jetzt als Erster seinen Dolch und sticht ihn in den Rücken. Andere Verschwörer folgen seinem Beispiel. Als er sich schwankend Brutus zuwendet, gibt der ihm den Todesstoß („Auch du, mein Sohn Brutus? Dann Caesar, falle!“).

Die Nachricht von Caesars Tod verbreitet sich schnell. Tausende Römer strömen zum Kapitol, wo sich die Verschwörer noch aufhalten. Brutus wendet sich der Menge zu und erklärt ihr seine Beweggründe. Als nächster ergreift Mark Anton das Wort. Ihm war von den Verschwörern erlaubt worden, die Begräbnisrede zu halten. Sie glaubten ihn auf ihrer Seite. Er aber versteht es, mit rhetorischen Finessen den Verschwörern zunächst Verständnis entgegen zu bringen („Und Brutus ist ein ehrenwerter Mann“), um ihnen dann aber egoistische, unlautere Motive unterzuschieben. Und es gelingt ihm, die Stimmung des Volkes gegen Brutus und seine Gesinnungsgenossen aufzubringen.

Unter Mark Antons Federführung wird nun eine Liste geächteter Römer aufgestellt. Er zieht mit einem Heer gegen Brutus, Cassius und ihre Anhänger. Die sind mittlerweile nicht mehr einer Meinung, und das schwächt ihre Kampfkraft. Bei Philippi kommt es zur Entscheidung, Mark Anton siegt. Cassius stürzt sich in sein Schwert, und Brutus zwingt einen seiner Soldaten, ihn ebenfalls zu töten.

Bearbeiten Hintergrund

  • "Joseph L. Mankiewicz, der Regisseur, hatte gute Schauspieler versammelt wie Louis Calhern, James Mason, Greer Garson, Deborah Kerr, John Gielgud ... Obwohl englische Schauspieler den Amerikanern im allgemeinen weit überlegen sind, was Stil, Sprache und die Vertrautheit mit Shakespeare betrifft, sind viele britische Schauspieler, zum Beispiel Maurice Evans, in Shakespeare-Stücken nicht besser als wir. Es erfordert schon jemanden vom Format eines Gielgud, der bereits die wichtigsten Shakespeare-Rollen gespielt hat, um solche Parts glaubwürdig darzustellen. Aber ohne einschlägige Erfahrung am Set zu erscheinen und den Mark Anton zu spielen, wie ich es tat, war ausgesprochen idiotisch." so lautet das Resumee von Marlon Brando, der immerhin für seine Darstellung eine Oscarnominierung erhielt. (Marlon Brando: Mein Leben, C. Bertelsmann, 1994, S. 165)

Bearbeiten Kritiken

„Die Beibehaltung von Versmaß und Szenenfolge der Tragödie William Shakespeares legt der Verfilmung deutlich die Fesseln der Bühnenelemente an. Auch kommen in der deutschen Fassung die Schönheit der Sprache Shakespeares in den originalgetreuen Versen von Schlegel-Tieck und die Kühnheit seiner Gedankenflüge nur unvollkommen zur Wirkung. Dennoch ein eindrucksvolles historisches Fresko mit hervorragenden Schauspielern.“

Lexikon des internationalen Films

Bearbeiten Auszeichnungen

Der Film erhielt 1953 4 Oscar-Nominierungen in folgenden Kategorien:

Mit dem Oscar ausgezeichnet wurde der Film für das Beste Szenenbild (Cedric Gibbons, Edward Carfagno, Edwin B. Willis, Hugh Hunt)

Des Weiteren gewann der Film den National Board of Review Award als Bester Film

Bearbeiten Soundtrack

  • Miklós Rózsa: Julius Caesar. The Complete Motion Picture Score. Intrada, San Francisco 1995, Tonträger-Nr. MAF 7056D – digitale Neueinspielung der vollständigen Filmmusik durch die Sinfonia of London unter der Leitung von Bruce Broughton (CD)
  • William Shakespeare, Miklós Rózsa: Julius Caesar. Dramatic Highlights From the M-G-M Film / Dramatic Highlights From "Julius Caesar". MCA, Universal City 1996, MCA-25022 – Musik und Dialoge der Original-Filmtonspur (LP)

Bearbeiten Literatur

Bearbeiten Weblinks

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