cum grano salis ist eine lateinische Redewendung, die vermutlich auf Plinius den Älteren zurückgeht. Plinius schreibt in Naturalis historia XXIII, 149, dass General Pompeius ein Mittel gegen Schlangengift gefunden habe, und empfiehlt, dem Mittel bei der Einnahme ein Salzkorn hinzuzufügen, „addito salis grano“, was umgestaltet wurde zu „cum grano salis“ (mit einem Korn Salz). Etymologisch unklar ist, ob das Salz das Gegengift effektiv machen sollte oder bereits Plinius Zweifel an der Wirksamkeit des Rezeptes hatte und deswegen ironisch den Zusatz von Salz empfahl.
Der Ausdruck wird heute meist verwendet, um eine Aussage einzuschränken und den Hörer darauf aufmerksam zu machen, dass das Gesagte möglicherweise nicht in jeder Hinsicht wörtlich zu nehmen ist,[1] sondern in Teilen ironisch oder exaltiert formuliert ist und daher nur mit Abstrichen oder Einschränkungen verstanden werden soll. Seltener wird der Satz so verwendet, dass eine vorausgegangene Behauptung nicht in jeder Hinsicht wahr sein muss, aber doch „ein Körnchen“ Wahrheit enthält.
- ↑ Duden Fremdwörterbuch. 7. Auflage. Mannheim 2001.
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