Credit Spread.html

 
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Der Credit Spread ist eine Risikoprämie. Er wird als Renditedifferenz zwischen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen gleicher Laufzeit (bzw. gleicher Duration) berechnet. Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland (Bundesanleihen) oder der Vereinigten Staaten (U.S. Treasuries) werden als ausfallrisikofrei betrachtet.

Unternehmensanleihen sind dagegen ausfallrisikobehaftet. Für das Ausfallrisiko einer Unternehmensanleihe fordert der Anleger eine zusätzliche Verzinsung in Form einer Risikoprämie: den Credit Spread. Der Zusammenhang zwischen der Kreditqualität (also der Bonität) des emittierenden Unternehmens und dem Credit Spread ist intuitiv. Je schlechter die Kreditqualität (also bei schlechter Bonität und hoher Ausfallwahrscheinlichkeit) desto höher wird die Risikoprämie sein, die der Anleger fordert. Der Credit Spread ist folglich von der Einschätzung der Marktteilnehmer bezüglich der Bonität des Emittenten abhängig.

Ratingagenturen wie Standard & Poor's (S&P), Moody's oder Fitch Ratings stufen die Bonität von Emittenten nach einem standardisierten Prozess ein. Das Ergebnis der Einschätzung über die zukünftige Schuldentilgungsfähigkeit ist das Rating. Nimmt man an, dass Emittenten gleichen Ratings eine vergleichbare Bonität aufweisen, so werden sich die Credit Spreads in ähnlichen Größenordnungen bewegen. Da das Rating jedoch nicht zwangsläufig zu jedem Zeitpunkt eine aktuelle Bonitätsbeurteilung darstellt ("Stickiness") kann es innerhalb der einzelnen Ratingklassen zu größeren Spread Differenzen kommen. Weiterhin können Veränderungen des Credit Spread durch andere Faktoren beeinflusst sein, wie beispielsweise durch eine Veränderung der Liquidität im Markt.

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