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Der arabische Begriff Adhān / aḏān (أذان) bezeichnet den islamischen Gebetsruf.
Bearbeiten AllgemeinDer Adhān wird fünfmal täglich zum Aufruf des gemeinschaftlichen Gebets (Salat) durch den Muezzin (Gebetsrufer) gerufen. In großen Moscheen wird er vom Minarett (Turm) aus gerufen, in kleinen Moscheen von der Tür aus oder von der Seite des Gebäudes. Heute geschieht dies meist über Lautsprecher. Der Adhān ruft die Gläubigen zum Ort des Gebetes, wogegen unmittelbar vor Beginn des Gebetes der Iqama (Gebetsaufruf) ertönt, der bis auf eine zusätzliche Zeile dem Adhān gleicht. Bearbeiten GeschichteDer erste Adhān in der Geschichte des Islam soll von Bilal, einem freigelassenen abessinischen Sklaven und engem Vertrauten des Propheten Mohammed, im Jahr 622 oder 623, kurz nach dem Auswandern (Hidschra) aus der Stadt Mekka, gerufen worden sein. Bevor man sich zum Adhān als Form des Gebetsrufs entschieden hatte, wurden auch andere Alternativen vorgeschlagen, beispielsweise ein Feuer, eine Glocke, ein Hornsignal oder die Verwendung des Naqus. Zwischen den Jahren 1932 und 1950 wurde der Gebetsruf in der Türkei auf Türkisch gerufen. Bearbeiten Wortlaut
Die Formel Hayya 'ala chair al-'amal wird ausschließlich von Schiiten verwendet und dient ihr als Erkennungszeichen. Sobald sie vom Minarett einer Moschee ertönt, weiß das Volk, dass sich die Regierung der Schia angeschlossen hat. Bearbeiten Bezeichnungen in anderen Sprachen
Bearbeiten EinzelnachweisTh. W. Juynboll in: E. J. Brill's First Encyclopaedia Of Islam 1913–1936, Leiden 1987, Bd. I, Stichwort: Adhān books.google.de |
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